Internetsucht
- wissenschaftliche Studie zur Prävention psychosozialer Risiken
der Internetnutzung
Berlin (10. April 2000). Gibt es eigentlich die Sucht im Netz? Gibt
es tatsächlich "Internet-Junkies"? Wenn ja, wie können
diese erkannt werden und welche Risikofaktoren spielen eine Rolle?
Diese und weitere Fragen haben Berliner Wissenschaftler um Prof. Dr.
Matthias Jerusalem am Lehrstuhl für Pädagogische
Psychologie und Gesundheitspsychologie der Humboldt-Universität
zu Berlin in einer Pilot-Studie zu diesem Thema bearbeitet. Dabei
ging es zunächst um die Entwicklung eines Instruments zur Diagnose
der Internetsucht. Erste Ergebnisse dieser ersten Studie liegen vor.
In weiteren
Studien soll nun erforscht werden, welche Risikofaktoren zu problematischem
Internetverhalten führen können und ob es auch Schutzfaktoren
gibt, die einen konstruktiven Internetgebrauch ohne negative Konsequenzen
ermöglichen. Ziel ist die Erarbeitung von Präventionsmöglichkeiten
zur Verminderung psychosozialer Risiken der Internetnutzung.
Für diese
Folgestudien werden wieder viele auskunftsfreudige Internetnutzer
gesucht, die sich unter der Adresse http://www.internetsucht.de
daran beteiligen. Um verlässliche Aussagen und einen möglichst
repräsentativen Querschnitt aller verschiedenen Nutzergruppen
zu erhalten, sollten alle Internetnutzer mitmachen. Dazu gehören
Gelegenheitsnutzer, die vielleicht nur einmal in der Woche ihre
E-Mails abrufen, ebenso wie Vielsurfer, die privat oder beruflich
täglich acht oder mehr Stunden mit internetbasierten Systemen
umgehen. Die Wissenschaftler versprechen auch in dieser Studie allen
Teilnehmern, ihnen bei Interesse nach Abschluss der Auswertungsarbeiten
die Ergebnisse zukommen zu lassen.
http://www.internetsucht.de
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