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| Frequently Asked Questions | |||||||
| Ist den die Repräsentativität gewährleistet, wenn viele Teilnehmer entnervt nach der 16ten Fragebogenseite aussteigen? | |||||||
| Die Repräsentativität einer Studie ist in der Tat sehr wichtig, wenn über die Teilnehmer der Studie hinaus Generalisierungen - also Verallgemeinerungen auf die Grundgesamt der deutschsprachigen Internetnutzer - vorgenommen werden sollen. Tatsächlich ist es so - und das wissen wir aus Methodenstudien - dass sich die meisten Interessenten einer Studie zu Beginn für oder gegen eine Teilnahme entscheiden. Das heißt, entweder man nimmt erst gar nicht Teil oder aber die Studie wird von fast allen Teilnehmern bis zum Ende wahrgenommen. Beispiel: An der SSI-Studie haben an den ersten drei Tagen 1388 Personen teilgenommen. Davon sind 13,2 Prozent nicht über die erste Seite hinausgekommen, haben sich also aufgrund der Lektüre der Eingangsseite gegen eine Teilnahme entschieden. Möglicherweise sind darunter auch viele User, die eigentlich Informationen zum Thema erwartet hatten, was bei einem Domainnamen wie "www.internetsucht.de" ja verständlich ist. Weitere 10 Prozent sind im Verlauf der 29 Fragebogenseiten ausgestiegen. Diese 10 Prozent sind aber tatsächlich noch geringer, weil einzelne Teilnehmer "unwillentlich" ausgestiegen sind (etwa weil die Datenverbindung zum Internet unterbrochen wurde) und nehmen zu einem späteren Zeitpunkt erneut teil. Die korrigierte "Drop-out"-Rate (so wird der Anteil der Studien-Abbrecher genannt), wird bei 6 - 7 Prozent liegen. Das ist, nicht nur verglichen mit anderen Internetstudien, sehr gut. Natürlich besteht das Selektionsproblem auch bei nur 7 Prozent Abbrechern immer noch. Inwieweit dies für die Befunde der Studie von Bedeutung ist, lässt sich teilweise analysieren. Zunächst wird geprüft, ob sich die Personen, die - sagen wir - auf der sechsten Fragebogenseite ausgestiegen sind, in ihren Angaben von jenen unterscheiden, die bis zum Schluss durchgehalten haben. Ist dies nicht der Fall, dann besteht zumindest Grund zu der Annahme, dass die Selektion nicht systematisch in bezug auf die Untersuchungsfragestellung ist. Weichen die Drop-Out Personen von jenen Teilnehmern ab, die bis zum Schluss alle Fragen beantwortet haben, so müssen aus der Teilnehmergruppe solange per Zufall Personen selektiert werden, bis beide Gruppen gleich sind. Dieses Verfahren nennt man parallelisieren und ist nur bei großen Stichproben möglich. | |||||||
© 1999-2001 Lehrstuhl für Pädagogische Psychologie und Gesundheitspsychologie der Humboldt-Universität zu Berlin |
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