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| Frequently Asked Questions | |||||||
| Wie werben Sie für Ihr Website und um Teilnahme an Ihrer Umfrage? Wie werden Sie die Problematik der Repräsentativität behandeln? | |||||||
| Wir haben zahlreiche Radiointerviews und Pressemitteilungen herausgegeben. Am 1. Juli 1999 ist in über 25 deutschen Tageszeitungen eine erste entsprechende DPA-Meldung erschienen. Wir gehen dennoch davon aus, dass die Stichprobe nicht repräsentativ für die Grundgesamtheit der deutschen Internetnutzer sein wird, da die Ettikettierung der Studie mit "Internetsucht" unter Umständen dazu geführt hat, dass sich an der Studie vornehmlich Nutzer beteiligt haben, die autodiagnostisch der Meinung waren, ein Problem mit dem Internet zu haben. Wenn das der Fall ist, hätten sich vor allem Viel- oder gar Extremnutzer an der Studie beteiligt, was zur Folge hätte, dass der Anteil der Nutzer, die als "internetsüchtig" bezeichnet werden, viel zu hoch geschätzt wird. Wissenschatlich wird dieses Problem als "overreporting" bezeichnet.Gehen wir einmal davon aus, dass sich bei den Analysen zeigt, dass unsere Stichprobe tatsächlich nicht repräsentativ für die Grundgesamtheit der Netznutzer ist. Dies wird übrigens festgestellt, indem die demographische Struktur sowie das Internetnutzungsverhalten unserer Teilnehmer mit Daten von Teilnehmern repräsentativer Erhebungen (vgl. Online-Monitor vom Januar 1999 der Gesellschaft für Konsumforschung; ARD/ZDF-Online Studie von April/Mai 1999 der Arbeitsgruppe Multimedia) verglichen wird. Ist die Stichprobe tatsächlich nicht repräsentativ, so besteht bei sehr großen Stichproben (wie wir sie ja haben) die Möglichkeit, per Zufall eine parallelisierte Stichprobe aus unserer eigenen Stichprobe zu ziehen, was dazu führt, dass die verbleibende Stichprobe mit der bekannten demographischen Struktur der deutschen Internetnutzer (z.B. 31 % Frauen, 44% jünger als 30 Jahre und so weiter) vergleichbar ist. Auf der Grundlage der so konstruierten Repräsentativität lassen sich dann korrigierte Schätzungen zur Häufigkeit der Internetsucht vornehmen. Neben der Methode des Parallelisierens stehen weitere statistische Schätzverfahren zur Korrektur des Repräsentativitätsproblems zur Verfügung. Zu denken ist hier vor allem an Verfahren zur Gewichtung von Datensätzen, wie sie in der Sozialepidemiologie üblich sind. | |||||||
© 1999-2001 Lehrstuhl für Pädagogische Psychologie und Gesundheitspsychologie der Humboldt-Universität zu Berlin |
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