Forschungsprojekte


Die Abteilung Pädagogische Psychologie und Gesundheitspsychologie beschäftigt sich zur Zeit mit folgenden Forschungsprojekten:

Forschungsprojekte Kurzbeschreibung

"Förderung von Selbstwirksamkeit und Selbstbestimmung in der Schule"

MitarbeiterInnen: Dipl.-Psych. Stephanie Drössler, Dipl.-Psych. Bettina Röder, Dr. Dietmar Kleine, Dr. Johannes Klein-Heßling und Prof. Dr. Waldemar Mittag

Die Förderung von motiviertem Lernen, kompetentem Sozialverhalten und proaktivem Handeln im Unterricht wirkt sich positiv aus auf Lernen und Leistung, auf die persönliche und soziale Entwicklung der Schülerinnen und Schüler und auf das Kompetenzerleben und die Berufszufriedenheit von Lehrerinnen und Lehrern. Diese Prozesse stärken längerfristig die wahrgenommene Selbstwirksamkeit und Selbstbestimmung von Lernenden und Lehrenden. Zur Erreichung dieser Förderziele wurden in den regulären Unterricht integrierbare Verhaltensstrategien für Lehrer entwickelt und in einem modularen Lehrer-Fortbildungsprogramm vermittelt. Die begleitende und komparative Evaluation überprüft Effektivität und Effizienz der eingesetzten Programmmodule, so dass als Projektergebnis Aus- und Fortbildungsmaßnahmen zur Verfügung stehen, die einen nachhaltigen Beitrag zur Schulqualität leisten können.
Laufzeit: 2001-2006

"Förderung von Schutzfaktoren in der Schule"
(finanziert von der Unfallkasse Berlin)

MitarbeiterInnen: Dipl.-Psych. Inga Schlesinger, Dipl.-Psych. Birgit Wittkowski und Stefan Freutel

Es handelt sich um ein längsschnittliches schulisches Interventionsprojekt zur Gesundheitsförderung und Unfallverhütung bei Schülern in der Sekundarstufe I. In einem quasi-experimentellen Evaluationsdesign mit Prä- und Postbefragung werden Wirkungen einer 10monatigen Intervention mit dem Ziel der Gesundheitsförderung durch Reduktion von Belastungen im Unterricht und durch Verbesserung des Klassenklimas überprüft. Die Intervention wird von Lehrern im Unterricht durchgeführt, die zu diesem Zweck vorher trainiert worden sind. Im Interventionszeitraum wird zudem das Ausmaß der Implementation der Maßnahmen erfasst. Geprüft werden Implementationsgrad und Wirksamkeit allgemeiner bzw. fächerübergreifender (Experimentalgruppe 1) und sportunterrichtsspezifischer (Experimentalgruppe 2) Maßnahmen im Hinblick auf die Entwicklung der körperlichen und psychischen Gesundheit im Vergleich zu einer Kontrollgruppe.
Laufzeit: 2006-2008

Stress und Sucht im Internet"
(Eigenfinanzierung)

Mitarbeiter: Dipl.-Psych. Sabine Meixner, Dipl.-Psych. André Hahn
Dr. Sunkyo Kwon

Entwicklung eines Instruments zur Diagnose von Internetsucht bzw. Internetabhängigkeit. Schätzung von differenziellen Prävalenzen in Deutschland, Korea und den USA. Analysen zu möglichen Ursachen sowie protektiven Ressourcen, die in weiteren Teilprojekten geprüft werden.
Neben Online-Studien werden auch offline-Studien (Befragungen von Kindern und Jugendlichen) durchgeführt.
Laufzeit: 1999 - 2007

„Prävention von Entwicklungsdefiziten durch Kompetenzerwerb"

Mitarbeiter: Dr. Johannes Klein-Heßling
Dr. Dietmar Kleine

Es werden Trainingsprogramme für Lehrer, Angehörige psychosozialer Berufe und Führungskräfte entwickelt anhand von experimenteller Laborforschung, Feldanalysen und multimedialen Präsentationseinheiten. Wesentliche Ziele sind einerseits Kompetenzstärkung und Selbstmanagement, andererseits die Vermittlung von Fertigkeiten und Techniken für die Entwicklungsförderung von Schülern, Auszubildenden und Mitarbeitern.
Abgeschlossene Forschungsprojekte

"Gesundheitsförderung in Schulen - Schwerpunkt: Prävention von Schulunfällen"
(finanziert von der Unfallkasse Berlin)

MitarbeiterInnen: Dipl.-Psych. Inga Schlesinger und Dr. Johannes Klein-Heßling

In einer längsschnittlichen Interventionsstudie wurden Ansätze zur schulischen Gesundheitsförderung entwickelt und bewertet. Einen spezifischen Schwerpunkt bildete dabei die Prävention von Schulunfällen. Ziel war, das Unfallgeschehen an Schulen positiv zu beeinflussen und dabei zugleich die Gesundheit von Schülern und Lehrern zu fördern. Vor dem Hintergrund einer differenzierten Gefährdungsanalyse an 32 Berliner Schulen wurden psychosoziale Risiko- und Schutzfaktoren identifiziert sowie alternative Präventionsprogramme zur Unfallprävention und Gesundheitsförderung konzipiert und komparativ evaluiert.
Laufzeit: 2001-2005
Ergebnisbericht ...

„Gesellschaftliche Veränderungen und differentielle Entwicklungsprozesse"
(teilfinanziert vom BMFT)

Mitarbeiter: Dipl.-Psych. André Hahn

Vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Veränderungen der Nachwendezeit wurden in mehreren Längsschnittstudien psychosoziale Anpassungsprozesse von Schülern, Lehrern, Studenten und "Normalbürgern" in Ost und West über den Zeitraum von 1989 bis 1995 erforscht.
Literatur:

„Gesundheitsprävention in der Schule"
(teilfinanziert von der AOK Brandenburg)

MitarbeiterInnen: Dipl.-Päd. Dagmar Rolle und
Prof. Dr. Waldemar Mittag

Im Rahmen einer längsschnittlichen Interventionsstudie zur ganzheitlichen Gesundheitserziehung ging es um die Entwicklung, den Einsatz und die Evaluation eines schulischen Gesundheitsprogramms bei Schülern der 7., 8. und 9. Klassen zweier Brandenburger Gesamtschulen.

„Evaluation des BLK-Modellversuchs zur Förderung von Selbstwirksamkeit"
(finanziert vom BMFT)

MitarbeiterInnen: Dipl.-Psych. Susanne Carmen Vaih und
Prof. Dr. Waldemar Mittag

Im Zuge der wissenschaftlichen Begleitung des BLK-Modellversuchs "Selbstwirksame Schulen" wurden längsschnittliche Evaluationsanalysen im Hinblick auf individuelle Entwicklungsförderung von Schülern und Lehrern (Verhaltensprävention) und Veränderungen struktureller Bedingungen der Institution Schule (Verhältnisprävention) durchgeführt.

„Entwicklungsprozesse bei Erwachsenen während der beruflichen Rehabilitation"
(in Kooperation mit dem Berufsförderungswerk Berlin)

Mitarbeiterin: Dipl.-Psych. Iris Pfeiffer

In der Längsschnittstudie wurden Teilnehmer an einer Umschulung im Rahmen beruflicher Rehabilitation über zwei Jahre begleitet im Hinblick auf psycho-emotionale, soziale, gesundheitliche sowie weitere lern- und leistungsrelevante Entwicklungen, die für den Erfolg der Rehabilitationsmaßnahme bedeutsam sind. Daraus wurden im Rahmen von Organisationsberatung Interventionshinweise für eine effektivere Gestaltung der Rehabilitationsmaßnahmen abgeleitet.

 


Lehrstuhl für Pädagogische Psychologie und Gesundheitspsychologie der Humboldt-Universität zu Berlin
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